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Schlafentzug

Was geschieht mit dem Körper bei Schlafentzug?

Was ist Schlafentzug?

Unter Schlafentzug versteht man den willentlich oder unwillentlich herbeigeführten Entzug von Schlaf. Schlafentzug ist somit klar vom Begriff der Schlafstörungen abzugrenzen. Schlafstörungen werden in der Medizin durch einen nicht erholsamen Schlaf beschrieben. Bei Schlafentzug spielt die Qualität des Schlafs in erster Linie keine Rolle, der Begriff bezeichnet einen quantitativen Schlafmangel. Im Mister Sandman Ratgeber setzen wir uns mit dieser Thematik auseinander und klären, wie wichtig eine qualitativ hochwertige Matratze ist, die zugleich preisgünstig ist für einen erholsamen Schlaf zu sorgen. 

Wie wichtig ist Schlaf?

Die meisten Leute Wissen, zu den lebenswichtigen Grundelementen gehören Luft zum atmen, Wasser zum trinken und Nahrung zum essen. Aber auch ohne Schlaf auf der richtigen Matratze können Menschen nur eine begrenzte Zeit leben. Anhaltender Schlafentzug kann also tödlich sein. Schlafen ist sogar wichtiger als Nahrung. Bevor die Versorgung mit Nährstoffen so gering ist, dass lebenswichtige Organe versagen, übersteht der Körper bis zu zwei Monate. Hierzu eine kleine Übersicht wie lange Menschen ohne die 4 Grundelemente im Durchschnitt überleben:

  • ohne Luft: 5 Minuten
  • ohne Trinkwasser: 4 bis 5 Tage
  • ohne Schlaf: ca. 14 Tage
  • ohne Nahrung: ca. 60 Tage

Wie viel Schlaf braucht der Mensch eigentlich?

Dauerhafter Schlafmangel schadet der Gesundheit und kann tödlich enden. Daher ist die Wahl einer passenden Matratze als Schlafoberfläche im Leben essentiell. Aber wie viel Schlaf benötigt der Mensch um gesund zu bleiben? Das individuelle Schlafbedürfnis richtet sich nach verschiedenen Faktoren. Nicht jeder Mensch ist dabei gleich, einige Leute kommen mit verhältnismäßig wenig Schlaf sehr gut aus, andere benötigen Schlafzeit über dem Durchschnitt. Allgemein lässt sich sagen, dass die benötigte Schlafzeit pro Tag mit fortschreitendem Alter abnimmt. Neugeborene und Babys benötigen demnach besonders viel Schlaf, Erwachsene und Senioren kommen mit deutlich weniger aus. Zu erwähnen ist außerdem, das Schlaf ein zyklisches Bedürfnis ist. Das heißt, Schlaf lässt sich nicht "horten". Wer eine Nacht deutlich mehr schläft als nötig und anschließend eine Nacht durchmacht, fühlt sich hinterher genauso müde wie jemand, der vorher normal lang geschlafen hat. Ein regelmäßiger und gleichmäßiger Schlafrhythmus ist also notwendig für beste Gesundheit. Welche Matratze der beste Begleiter für Deinen Schlaf ist, erfährst Du in unserer kostenlosen und individuellen Matratzenberatung von Mister Sandman

Übersicht über benötigte durchschnittliche Schlafdauer

Bei den folgenden Werten handelt es sich um die empfohlenen täglichen Stunden Schlaf der National Health Foundation:

  • Baby (0-3 Monate): 14 bis 17 Stunden
  • Säugling (4-11 Monate): 12 bis 15 Stunden
  • Klein-Kind (1-2 Jahre): 11 bis 14 Stunden
  • Vorschulalter (3-5 Jahre): 10 bis 13 Stunden
  • Erste Schuljahre (6-13 Jahre): 9 bis 11 Stunden
  • Teenager (14-17 Jahre): 8 bis 10 Stunden
  • Junge Erwachsene (18-25 Jahre): 7 bis 9 Stunden
  • Erwachsene (26-64 Jahre): 7 bis 9 Stunden
  • Senioren (ab 65 Jahre): 7 bis 8 Stunden

Auswirkungen - Was passiert bei Schlafentzug?

Schlafmangel äußert sich durch eine Vielzahl körperlicher Symptome, hat aber auch enorme Auswirkungen auf unsere Psyche und kann sogar schwere Halluzinationen hervorrufen. Dabei verändern sich die Symptome mit der voranschreitenden Zeit des Schlafentzugs. Je länger der Schlafmangel anhält, desto extremer werden die Symptome. Anfänglich macht sich Schlafmangel durch Müdigkeit und Schlappheit bemerkbar. Der Körper soll durch diese von Natur aus auftretenden Warnsignale daran erinnert werden, dass nun Schlaf benötigt wird. Bleibt man weiterhin wach, ist diese Phase der Müdigkeit irgendwann vorbei, beginnt der eigentliche Schlafentzug. Zunächst tritt ein Gefühl der Euphorie auf, ähnlich dem Zustand nach mäßigem Alkohol-Genuss. Man fühlt sich berauscht und aufgeputscht. Das liegt an einer übermäßigen Ausschüttung des Glückshormons Dopamin im Gehirn. Lässt dessen Wirkung nach, werden nach und nach die körperlichen und psychischen Auswirkungen deutlich. Aus diesem Grund ist ein ausreichender Schlaf pro Nacht unglaublich wichtig. Ob auf einer Kaltschaummatratze, Gelmatratze oder Latexmatratze- die passende Matratze ist Grundvoraussetzung für einen gesunden Schlaf. 

Körperliche Wirkung von Schlafentzug

Übersicht über mögliche physiologische Folgen des Schlafentzugs:

  • Das Immunsystem fährt aufgrund von Schlafentzug seine Funktion herunter. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Infektions-Krankheiten.
  • Bei andauerndem Schlafmangel steigt das Risiko von Herzerkrankungen.
  • Schlafmangel verursacht Schmerzen der Muskeln, Muskelzuckungen und unkontrolliertes Zittern.
  • Bei Schlafmangel verschlechtern sich die Reaktionszeiten und die Reaktionsgenauigkeit.
  • Chronischer Schlafmangel kann Wachstumsstörungen hervorrufen.
  • Ein eingeschränkter Stoffwechsel aufgrund von Schlafmangel erhöht das Risiko von Fettleibigkeit.
  • Schlafmangel kann Wassereinlagerungen verursachen.
  • Aufgrund von Schlafmangel entstehen Augen-Ringe.
  • Heftiges Gähnen begleitet den Schlafentzug.
  • Durch Schlafmangel sinkt die Körpertemperatur ab.

Psychische Wirkung von Schlafentzug

Durch Schlafmangel werden Symptome hervorgerufen, welche ähnlich denen einer Psychose, von ADHS oder von Betrunkenheit beschrieben werden. Diese Symptome können von Phasen vorrübergehender Euphorie bis hin zu ausgeprägten Halluzinationen reichen.Übersicht über mögliche psychologische Auswirkungen des Schlafentzugs:

  • Halluzinationen
  • erhöhte Reizbarkeit und Aggressivität
  • verminderte kognitive Leistungsfähigkeit
  • eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Kurzzeitgedächtnisses
  • Gedächtnislücken und Gedächtnisverlust

Schlafentzug als Thema der Schlafforschung

Schlafmangel und Schlafentzug schaden langfristig erheblich die Gesundheit. Ein großer Teil der Bevölkerung in Deutschland leidet außerdem Schlafstörungen, also einem qualitativ schlechten Schlaf. Grund dafür kann eine nicht passende Matratze sein. Daher ist die Wahl der richtigen Schlafoberfläche so wichtig. Schlafentzug, Schlafmangel und Schlafstörungen sind also große Gefahren für die Gesundheit und daher ein wichtiges Thema in der Medizin und Forschung. Die Suche gilt dabei der Erlangung von Wissen über den Schlaf und die Folgen von Schlafmangel. Der Schlafrhythmus wird in der Regel von der inneren Uhr des Menschen gesteuert. Wird diese Uhr aus dem Gleichgewicht gebracht, stellen sich Schlafstörungen ein. Auch wenn die innere Uhr wissentlich selber aus dem Takt gebracht wird kann dies schwere Folgen haben. Studie um Studie und eine Vielzahl von Experimenten beschäftigen sich mit der Erforschung des Schlafs und den Folgen des Schlafentzugs. Dabei werden Probanden meist im Schlaflabor überwacht. Der Weltrekord im freiwilligen Schlafentzug steht bei 266 Stunden. Die meisten Probanden weisen aber häufig bereits nach 3 Tagen derart ernste Symptome auf, dass Schlaf unbedingt notwendig wird.

Schlafentzug als Therapie bei Depressionen

Menschen mit Depressionen leiden meist an bleierner Müdigkeit, Antriebslosigkeit und Schlappheit. Ständig kreisende Gedanken bei Depression von depressiven Patienten, lassen diese aber nicht zu erholsamen Schlaf kommen. Patienten mit Depressionen verkriechen sich häufig in ihrem Schlafzimmer um endlich den ersehnten Schlaf zu finden, was durch die depressiven Gedanken aber meist lange nicht möglich ist. So sind Patienten mit Depressionen in einem Teufelskreis gefangen. Durch das Wissen aus der Schlafforschung wurde die sogenannte Wachtherapie zur Behandlung von depressiven Patienten entwickelt. Bei der Wachtherapie werden die depressiven Patienten einem bewussten Schlafentzug ausgesetzt. Bei der Behandlung von Depressionen durch Schlafentzug macht man sich die Hochstimmung nach einer Nacht Schlafentzug zu Nutze. Manchmal lässt man die Patienten auch nur einen Abschnitt der Nacht schlafen, und weckt sie zum zweiten Abschnitt der Nacht auf. Da Schlafentzug aber zunächst starke Müdigkeit auslöst, wird die Behandlung von Depressionen in Gruppen durchgeführt um diese vom Einschlafen abzuhalten. So können sich die Patienten gegenseitig ablenken, gemeinsam Fernsehen oder leichten Sport treiben. Am nächten Tag sind die Symptome der Depression häufig deutlich gebessert. Wichtig bei der Behandlung von Depressionen durch Schlafentzug ist, dass am Tag nach dem Schlafentzug tatsächlich nicht geschlafen wird, da die Depression bereits wenn man nur kurz geschlafen hat, sofort wieder präsent ist.

Schlafentzug als Folter-Methode

Schlafentzug der länger als 96 Stunden andauert, gilt als Folter. Nach dieser Zeit ist davon auszugehen, dass die Folgen des Schlafentzugs dauerhafte Auswirkungen auf die Gesundheit von Körper und Psyche haben. Als Methode zur Folter ist erzwungener Schlafentzug vor allem bei Geheimdiensten beliebt, da er bereits nach kurzer Zeit zu erheblichen Beeinträchtigungen des Denken führen kann, aber der Schlafentzug später so gut wie nicht nachweisbar ist. Auch in Gefängnissen der USA und in der Sowjetunion war Schlafentzug als Folter-Methode sehr beliebt um den Willen von Inhaftierten zu brechen.